Freitag, der 23. November 2007
Seitenwechsel
Ein Theaterstück braucht keine Einführung.
Die Aufführung muss genügen. (…)
Ein Stück ist nicht erklärbar. Man muss es spielen.
Es ist kein Unterricht, sondern ein lebendiges Schauspiel.
Es ist eine lebendige Wahrheit.
(Ionesco)
Ich bin Schauspieler. Habe ich jetzt die Seite gewechselt?
Bei den Proben stehe ich nicht mehr auf der Bühne, sondern sitze hinter einem Tisch mit Lampe, Stift und Büchern. Ich darf meine Kollegen beobachten, sie anleiten, unterstützen und zu dem führen, was ich als mein Konzept erkannt habe. Ich muß „das Ganze“ im Auge behalten, trotzdem jede kleinste Regung von den Schauspielern aufnehmen und diese mit ihnen zu einem wunderbaren Moment in einer Theateraufführung entwickeln. Ich bin nicht mehr nur für eine Figur verantwortlich – sondern für das ganze Stück. Und ich hab es mir auch noch selbst ausgesucht.
Ich bin Regisseur geworden. Wie kommt das? Lies den Rest dieses Artikels »
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Freitag, der 26. Januar 2007
Wir haben ein Familienmitglied verloren. Der Nicibär unseres Sohnes ist weg. Er ist im Naturhistorischen Museum verschwunden. Jetzt könnte man sagen, er ist zu seinen Freunden gegangen (die ja auch “stuffed animals” sind) etc., aber das Problem und die Fragestellung; das, worauf ich eigentlich hinaus will, dies geht über den Trost eines vierjährigen Kindes hinaus. Denn jemand muß ihn mitgenommen haben - und das gibt mir zu denken, wie es auch immer gewesen sein mag. Doch nun zur Chronologie der Ereignisse: Lies den Rest dieses Artikels »
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Samstag, der 23. Dezember 2006
Was bedeutet Weihnachten für mich? Oder, fassen wir es weiter, reden wir über die Adventzeit. Zuerst versuche ich für meinen Sohn einen Adventkalender zu finden auf dem der Weihnachtsmann nicht abgebildet ist. In unseren geographischen Breiten kommt am vierundzwanzigsten das Christkind. Santa Claus oder Weihnachtsmann sind vielleicht Marktführer, übernehmen auch noch gerne die Aufgaben vom Nikolo, aber unter meinen Christ-baum legt das Christ-kind die Geschenke. Wir werden uns mit dem Erklären sowieso immer schwerer tun - wie um Himmels willen kommen diese ganzen Weihnachtsmänner in die Kaufhäuser? Was machen die da? Wer sind die wirklich? Auch so gesehn ist das Christkind praktisch, das sieht man ja nie! Lies den Rest dieses Artikels »
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Mittwoch, der 20. Dezember 2006
Unser Sohn geht in eine Kindergruppe. Das bedeutet wir Eltern dürfen regelmäßig kochen, Geld zahlen, aber dafür auch mitbestimmen. In den Kindergärten der Gemeinde Wien ist das anders. Die Schreckensmeldung - “Nikolausverbot” stellte sich zwar als eine Falschmeldung heraus; Stadträtin Grete Laska dementierte:” Es gab nie einen Verbot für den Nikolaus.” - es folgen weitere Für und Widers, etc … Aber der Gedanke daran bleibt zurück. Damit es nie zu so einem Verbot kommen mag, hier eine Geschichte: Lies den Rest dieses Artikels »
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Sonntag, der 17. Dezember 2006
Es ist schon einige Zeit her - doch es will mir nicht aus dem Kopf. Ein seltsamer Nachgeschmack ist geblieben, vielleicht krieg ich ihn weg, wenn ich darüber schreibe.
Ich hatte einen Beitrag in der Sendung “Seitenblicke” gesehen - unser TV-Magazin für die Society, oder die, die sich dafür interessieren, sich dafür halten; wie auch immer. Mit “Society” ist ja eine ganz eigene Spezies Mensch angesprochen, und eine eigene Clique an Reportern und Redakteuren widmet sich dann also auch diesen “speziellen” Menschen. Lies den Rest dieses Artikels »
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Freitag, der 15. Dezember 2006
“Im Anfang war das Wort” ist einfach ein guter Beginn. Aber vielleicht bedeutenderen Schriften vorbehalten. “Hallo wie gehts” ist aber dann doch zu schlicht…”Und es begab sich…” passt vielleicht in die Weihnachtszeit, aber bitte nicht hierher! ”Call me Ishmael!” - ist wirklich gut. Aber ich schreibe nicht zwingend über große Meeresbewohner, außerdem heiße ich nicht Ishmael. Was haben wir da noch an guten Anfängen… “Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.” Prächtig, aber Gregor, Ungeziefer… nein…. bleiben wir also allgemein: “In der Mitte meiner Lebensreise befand ich mich in einem dunklen Wald…”, Nun ward der Winter unsers Mißvergnügen glorreicher Sommer…”, “Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende.” - “Nenne mir, Muse, den Mann, den vielgewandten,…”
Auch nicht. Das sind wichtige Sätze, die viel mit mir zu tun haben können. Nur triffts eben nicht ganz. Ich denke ich sollte einfach einen eigenen Anfang finden - für meinen Blog. Mein neues Medium. Die Möglichkeit für mich, gelesen zu werden. Also sollte ich nicht nur mit Zitaten um mich werfen, sondern etwas schreiben was mich vorstellt. Etwas was meine Gedankenwelt, meine Ideen und Wünsche beschreibt. Man will ja wissen, worauf man sich einlässt, wenn man diesen Blog liest. Worüber könnte dieser Mensch schreiben? Interessiert es mich? Werde ich wiederkommen um weiter zu lesen? Doch, Moment - ich glaube ich habe durch das Ausleihen dieser “Anfänge” schon eine Menge gesagt …?
Bleiben wir dabei. Denn ich denke der Anfang ist gemacht. “Du mußt das Leben nicht verstehen / Dann wird es werden wie ein Fest …” Auf bald!
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