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Artikel für das Programmheft meiner ersten Inszenierung

Freitag, der 23. November 2007

Seitenwechsel
 

Ein Theaterstück braucht keine Einführung.
Die Aufführung muss genügen. (…)
Ein Stück ist nicht erklärbar. Man muss es spielen.
Es ist kein Unterricht, sondern ein lebendiges Schauspiel.
Es ist eine lebendige Wahrheit.
(Ionesco)
 

Ich bin Schauspieler. Habe ich jetzt die Seite gewechselt?
Bei den Proben stehe ich nicht mehr auf der Bühne, sondern sitze hinter einem Tisch mit Lampe, Stift und Büchern. Ich darf meine Kollegen beobachten, sie anleiten, unterstützen und zu dem führen, was ich als mein Konzept erkannt habe. Ich muß „das Ganze“ im Auge behalten, trotzdem jede kleinste Regung von den Schauspielern aufnehmen und diese mit ihnen zu einem wunderbaren Moment in einer Theateraufführung entwickeln. Ich bin nicht mehr nur für eine Figur verantwortlich – sondern für das ganze Stück. Und ich hab es mir auch noch selbst ausgesucht.
 

Ich bin Regisseur geworden. Wie kommt das? (more…)

Im Anfang

Freitag, der 15. Dezember 2006

“Im Anfang war das Wort” ist einfach ein guter Beginn. Aber vielleicht bedeutenderen Schriften vorbehalten. “Hallo wie gehts” ist aber dann doch zu schlicht…”Und es begab sich…” passt vielleicht in die Weihnachtszeit, aber bitte nicht hierher! ”Call me Ishmael!”  - ist wirklich gut. Aber ich schreibe nicht zwingend über große Meeresbewohner, außerdem heiße ich nicht Ishmael. Was haben wir da noch an guten Anfängen… “Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.” Prächtig, aber Gregor, Ungeziefer… nein…. bleiben wir also allgemein: “In der Mitte meiner Lebensreise befand ich mich in einem dunklen Wald…”, Nun ward der Winter unsers Mißvergnügen glorreicher Sommer…”, “Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende.” - “Nenne mir, Muse, den Mann, den vielgewandten,…”

Auch nicht. Das sind wichtige Sätze, die viel mit mir zu tun haben können. Nur triffts eben nicht ganz. Ich denke ich sollte einfach einen eigenen Anfang finden - für meinen Blog. Mein neues Medium. Die Möglichkeit für mich, gelesen zu werden. Also sollte ich nicht nur mit Zitaten um mich werfen, sondern etwas schreiben was mich vorstellt. Etwas was meine Gedankenwelt, meine Ideen und Wünsche beschreibt. Man will ja wissen, worauf man sich einlässt, wenn man diesen Blog liest. Worüber könnte dieser Mensch schreiben? Interessiert es mich? Werde ich wiederkommen um weiter zu lesen? Doch, Moment - ich glaube ich habe durch das Ausleihen dieser “Anfänge” schon eine Menge gesagt …?

Bleiben wir dabei. Denn ich denke der Anfang ist gemacht. “Du mußt das Leben nicht verstehen / Dann wird es werden wie ein Fest …” Auf bald!